Sonntag, 19. August 2012

Onomichi Hanabi (Feuerwerk)

Jedes Jahr Ende Juli/Anfang August findet in Onomichi ein vom Sumiyoshi Schrein gesponserte Feuerwerk statt.

Auf dem Dach vom Hostel.

In der Strasse vor dem Hostel.



Der Chef beim Zubereiten des in Japan sehr beliebten kakigoris (geraspeltem Eis mit Sirup).
Dazu ein paar Früchte aus der Dose, Sahne...
...oder mochi (jap. Reiskuchen) und fertig ist die mega Eisbombe :)



















Onomichi Sea Festival

Vom 14.7. bis zum 29.7. fand das Sea Festival in Onomichi statt. Während dieser Zeit schwam im Hafen eine riesengrosse Quietscheente, ein Projekt eines holländischen Künstlers.

http://www.florentijnhofman.nl/dev/project.php?id=154


Mit dem Auto fällt man definitiv auf...
Die Herren hatten es drauf!











Samstag, 18. August 2012

Gion Matsuri (Gion Festival)

Das Gion Matsuri ist zwar schon einen guten Monat her aber seitdem ich in einem Hostel arbeite, fliegt die Zeit an mir vorbei! Jeden Tag neue Leute, neue Geschichten, neue Erlebnisse - da bleibt der Blog schnell mal auf der Strecke. Hier also endlich ein Update.

Das Gion Matsuri beginnt am 1. Juli und beinhaltet einen Monat zahlreiche festliche Aktivitäten, von denen die grosse Parade der yamaboko (Festwägen) am 17. Juli den Höhepunkt darstellt. Dieser Parade voraus gehen drei Tage, die yoiyama, an deren Abenden das Stadtzentrum für den Autoverkehr gesperrt ist. Dann hat man das Gefühl, dass ganz Kyoto auf den Beinen ist und feiert. Menschenmassen laufen die Strassen auf und ab, vorbei an zahlreichen Essens- und Getränkeständen und hinein in ein lautes Singsang aus Musik, Lachen und dem allgegenwärtigen irasshaimase der Verkäufer. Viele tragen einen yukata, einen traditionellen Sommerkimono, mit Holzsandalen.


Gurken am Stil sind hier ein beliebter Snack im Sommer.






An den Tagen vor dem Festumzug werden die Wagen in den Strassen ausgestellt. Einige davon kann man sogar besichtigen.
Dieses Bild sagt nicht viel aus aber ich war begeistert, dass diese Japanerin in ihrem hübschen yukata spontan ins Bild gelaufen ist.


Am Ende der Stricke befinden sich kleine Glocken, die im Takt geläutet werden. Dazu werden Flöten und Trommeln gespielt.
Capoeira auf Japanisch.


Ein Geisha-Darbietung zu traditionellen shamisen Klängen vor dem Yasaka Schrein.





Diese kostbaren transportablen Schreine werden im Yasaka Schrein bis zur Parade aufbewahrt.
Die yamaboko unterteilen sich in 9 hoko und 23 yama. Die hoko sind bis zu 25m hoch und mit Teppichen und Bäumen geschmückt.
Sie werden per Hand gezogen!

Die massiven hoko müssen an jeder Kreuzung durch einen hohen Kraftaufwand manuell gewendet werden. Dazu werden nasse Bambusstäbe unter die Räder gelegt und dann heisst es nur noch "ZIEHEN und SCHIEBEN!!"

Die kleineren yama sind "nur" ca. 6-15m hoch und werden getragen.
















































Freitag, 13. Juli 2012

Okayama - Stadt der Pfirsiche

Mein nächster Zwischenstopp war Okayama. Kein wirklicher Touristenspot aber sehr gemütlich. Aber wie gesagt, die Deutschen sind überall. In diesem Fall ein Austauschstudent aus Dresden!

Die Hauptattraktionen der Stadt sind innerhalb eines Tages gesehen und somit habe ich mir Zeit genommen, einfach mal nichts zu tun. Mein freundlicher japanischer Host hat mich gut mit Essen und Bier ("Die Deutschen trinken doch jeden Tag Bier, oder?") versorgt, sodass es mir an nichts fehlte. Am Wochenende nahm er mich und noch einen anderen Couchsurfer mit in sein Lieblings-Ramenrestaurant (Ramen = Nudeln) und in die Bar eines Freundes. Dieser möchte in Wien eine Bar eröffnen und lernt daher fleissig Deutsch.

Am nächsten Morgen hiess es früh aufstehen für eine Zazen-Meditation in einem Buddhistischen Tempel. "Denk an nichts und zähl fortlaufend bis 10. Ach ja, durch die Nase ein und durch den Mund ausatmen" Klingt einfach, ist es aber nicht. Die Füsse schlafen ein, man kann dem Singsang nicht folgen und ich kann mich nicht erinnern, dass es mir irgendwann gelungen wäre, an nichts zu denken. Da muss ich wohl noch paar Mal üben...

Unser Willkommensessen. Einfach, schnell und lecker. Tofu, Kartoffeln, Schweinefleisch und Pflaumen in einem Sud aus Katsuobushi (getrockneter Bonito Thunfisch)

Okayama-jo

Momo-kun inmitten des Asahi (?)- Flusses. Aufgrund heftiger Regenfälle in der vorherigen Nacht, war der Wasserpegel erhöht. Momo bedeutet Pfirsich und Kun ist ein Namenssuffix für Jungen. Er ist eine moderne Version von Momotaro, dem Pfirsichjungen, der vor allem in Okayama verehrt wird.

Hier noch mal ohne nasse Füsse am nächsten Tag.


Der Legende nach lebte einmal ein armes Ehepaar, die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünschten. Eines Tages ging die Frau zum Wäschewaschen an den Fluss, in dem sie einen wunderschönen (sehr) grossen Pfirsich fand. Zuhause wollte das Paar die Frucht teilen, woraufhin dem Inneren ein kleiner Junge entsprang. Als der Junge herangewachsen war, zog er aus um einen menschenfressenden Dämon zu besiegen. Auf seiner Reise traf er einen Affen, einen Fasan und einen Hund, die ihn im Kampf unterstützten.


Korakuen - einer der drei schönsten Gärten Japans.

Das Gute, wenn man mit Einheimischhen unterwegs ist. Man sieht Ecken, die ein normaler Tourist nicht findet. Zusammen mit einem Freund meines Hosts war ich in einem kleinen japanischen Soba-Restaurant essen, welches Platz für ca. 8 Leute hatte. Die Soba-Nudeln werden kalt serviert und vor dem Verzehr in die Suppe getaucht. Meine enthielt Entenfleisch und frische Gewürze, es war ein Hochgenuss! Dazu bekommt man eine Kanne des Soba-Kochwassers, welches man nach dem Essen mit der Suppe mischt und trinkt. Es soll sehr gesund sein, aber verwässert den Geschmack der Suppe zu sehr :)

Donnerstag, 12. Juli 2012

Onomichi - Shimanami Kaido

Die ca. 70km lange Strecke zwischen Onomichi und Shikoku ist als einzige für Fussgänger und Fahrradfahrer passierbar und so ist es nicht verwunderlich, dass viele diese wunderschöne Tour mit dem Rad bestreiten. Nur eben nicht gerade in der Regenzeit. Dummerweise war ich genau zu dem Zeitpunkt da. Und auch wenn der Wetterbericht für den nächsten Tag Sonne ansagt, heisst das noch lange nicht, dass es auch eintrifft. Daher habe ich einfach mal das Beste gehofft, mir einen Drahtesel ausgeliehen und los ging es.

Lotus vor dem Kosanji Tempel auf Ikuchijima. Da der Eintritt recht teuer war, habe ich mich damit begnügt von aussen Photos zu machen.



Diese beiden Gesellen sind "teru teru bozu". Sie werden meist aus Taschentüchern gebastelt und sollen für schönes Wetter sorgen. In meiner Zeit in Minami Izu hat es tatsächlich funktioniert aber gegen die Regenzeit ist auch ein Spezialist für Sonnenschein machtlos.

Naja, bei schönem Wetter Radfahren kann ja jeder...



Später hat es aber derart geschüttet, dass ich mich in den nächsten Onsen flüchten musste. Gibt schlimmere Arten einen Nachmittag zu verbringen als im heissen Wasser auf das Ende des Regens zu warten :)